Metaverse-Training © Mangostar/AdobeStock
20. Juli 2022
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Caro Otto

Darum sollten Sie längst Metaverse-Training in Ihrem Unternehmen einsetzen

Immersives Lernen über die Grenzen der echten Welt hinaus: Mitarbeitertraining im Metaverse eröffnet Unternehmen jeder Branche ganz neue Möglichkeiten, die eigenen Leute zu schulen. Doch wie genau gelingt das – und brauchen Sie dazu ein eigenes Metaversum? Die wichtigsten Antworten rund um die Weiterbildung im Metaverse gibt’s in diesem Beitrag!

Wichtige Frage zum Einstieg: Was ist das Metaverse?

Der Begriff „Metaverse“ macht aktuell besonders wegen des von Meta erschaffenen Metaversums „Horizon Worlds“ die Runde. Ein ganz neues Konzept ist das aber nicht. Schon 1985 erschien das Spiel „Habitat“, das erstmalig eine virtuelle Community kreieren wollte. 1991 prägte Neal Stephenson in seinem eher dystopischen Sci-Fi-Roman „Snow Crash“ den Begriff des „Metaverse“. 2003 kam dann mit dem Online-Spiel „Second Life“ das erste Metaversum auf den Markt, das unseren heutigen Vorstellungen entspricht.

Was „Second Life“ so besonders machte: Es war nicht nur ein Chatroom, in dem man sich in Form von Avataren begegnete. Das Spiel imitierte in großem Stil das echte Leben und führte im Laufe der Zeit sogar eine eigene Währungseinheit ein. Die ermöglichte es Spielerinnen und Spielern, online ein ganzes Business aufzubauen. Vom Verkauf virtueller Outfits bis zur Vermietung virtueller Grundstücke war alles drin.

Das führt uns nun schon näher zur Antwort auf die Frage, was das Metaverse denn eigentlich ist. Kurz gesagt: Das Metaverse ist eine neue Form des Internets. Oder ganz plump gesagt: Das Metaverse ist 3D-Internet. Ein Metaversum ist eine digitale Welt, die mit der echten Welt verschmilzt und diese bereichert. Im Fokus stehen das Erleben und das Teilhaben mithilfe von Virtual Reality. Häufig können User im Metaverse sogar virtuell konsumieren. Eigene digitale Währungen und NFTs machen’s möglich, dass Nutzerinnen und Nutzer in der virtuellen Welt Wohnungen besitzen, shoppen gehen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Dabei gibt es nicht das eine Metaversum – sondern eine ganze Reihe verschiedener. Zu den bekanntesten zählen unter anderem „Axie Infinity“, „Bloktopia“ und „Decentraland“. Ein Metaverse ist aber nicht nur eine nette Erfindung, um sich die Freizeit zu vertreiben. Es lohnt sich auch, um darin Trainings durchzuführen. Welchen Sinn das hat, schauen wir uns jetzt an.

Lohnt sich das denn überhaupt?

„Im Gegensatz zum einfachen Telefon oder zum Radio mit drei Knöpfen ist das WWW mehr denn je eine kompliziert zu bedienende Angelegenheit“, prognostizierte Trendforscher Matthias Horx 2001. Seine Meinung: Das Internet wird sich nicht durchsetzen.

Glück und einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil hatten einige Jahre später all die Firmen, die den Sprung ins World Wide Web gewagt hatten. Sie konnten sich als moderne Unternehmen präsentieren, die den technischen Fortschritt für sich nutzen. Wenn heutzutage das Metaverse an die Tür klopft, ist die Situation ganz ähnlich. Wer sich jetzt dafür entscheidet, beweist sich als zukunftsgerichtetes Unternehmen. Stellt sich nur die Frage: Was macht man als Unternehmen denn so im Metaversum?

Unser Vorschlag: Neben Marketing, Meetings und Messen lohnt sich das Metaverse ganz besonders für die Weiterbildung von Mitarbeitern.

Weiterbildung im Metaverse gelingt einfacher, als Sie jetzt vielleicht denken

Keine Sorge – das soll nicht heißen, dass sich Ihr Unternehmen für zukunftsgerechtes Metaverse-Training nun ein komplettes Metaversum inklusive NFTs und Kryptowährung erschaffen muss. Es reicht schon aus, wenn Sie in einem kleineren Rahmen denken und sich dabei auf das Konzept hinter dem Metaverse fokussieren: Die reale Welt wird mit einer immersiven virtuellen Welt verknüpft. Und dafür benötigen Sie im Grunde nur zwei der Schlüsseltechnologien eines Metaversums: VR und KI.

Das klingt dann gleich schon viel machbarer – oder?

Immersives Lernen über die Grenzen der realen Welt hinaus: Wie profitieren Unternehmen vom Training im Metaverse?

HR- und Führungs-Experte Josh Bersin bemerkte in einem Interview, dass er Virtual Reality zukünftig als essenzielle Technologie im HR-Bereich sieht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Fangen wir mit dem aus unserer Sicht wichtigsten an: Prinzipiell ist das Metaverse-Training mittels VR heute eine der besten Möglichkeiten, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirklich sinnvoll weiterzubilden.

Das liegt vor allem an der hohen Immersion. Statt auf einen Bildschirm zu starren oder aus der Luft gegriffene Rollenspiele zu absolvieren, trainieren Ihre Leute die entsprechende Situation realitätsgetreu, sobald sie ihre VR-Brille aufsetzen. In Echtzeit. Und genau mit den Handbewegungen, die sie später „im echten Leben“ genau so machen werden. Es ist dabei ganz egal, ob die Bedienung einer teuren Maschine oder das Präsentieren vor wichtigen Kunden trainiert werden soll. Die virtuelle Umgebung sowie die Trainingselemente können VR-Anbieter individuell an die Ziele des Unternehmens anpassen.

Da die Schulung in einem simulierten Raum stattfindet, müssen Teilnehmende außerdem keine Angst haben, sich durch Fehler und Blackouts zu blamieren. Eine solche Sicherheit ist die wichtigste Grundlage für echte Weiterentwicklung. Die künstliche Intelligenz wertet Fehler vollkommen objektiv aus und gibt ganz neutral Tipps, wie’s beim nächsten Mal besser klappt. Auf diese Weise ist das VR-Training im Metaverse besonders nachhaltig. Teilnehmende lernen nachgewiesenermaßen viermal schneller und viermal fokussierter. Es ist aber auch deutlich attraktiver als herkömmliche Methoden – im Umkehrschluss gibt’s endlich wieder volle Anmeldelisten und die Weiterbildungsziele werden erreicht.

So gelingt Ihrem Unternehmen der Start ins Metaverse-Training

Damit das Training im Metaverse sein volles Potenzial entfalten kann, braucht es jedoch Rückhalt von zwei Parteien: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst – und der Führungsetage. Wir haben Ihnen abschließend die wichtigsten Stichpunkte zusammengefasst, um alle Beteiligten von der VR-Weiterbildung im Metaverse zu überzeugen.

Was Führungskräfte über Metaverse-Training wissen müssen

… ist vor allem, dass die Aussage „Viel zu teuer“ kein gutes Argument ist. Zwar mögen die Initialkosten für Soft- und Hardware auf den ersten Blick hoch wirken. Dabei sollten Sie jedoch immer den ROI im Blick behalten. Und der ist beim Training im Metaverse besonders groß. Denn:

  1. Wenn Mitarbeiter fokussierter, nachhaltiger und vor allem praxisnah lernen, können sie das neue Know-how schneller und sicherer anwenden.
  2. Viele laufende Kostenpunkte entfallen: Stillstandszeiten von Maschinen zu Übungszwecken, aber auch Reisekosten, Raummieten und Trainerhonorare.
  3. Das Training im Metaverse entlastet beim Spagat zwischen für den Umsatz benötigter Arbeitszeit und geforderter Weiterbildung. Da das Training im virtuellen Raum zeitlich und örtlich flexibel durchgeführt werden kann, können Angestellte sich immer dann weiterbilden, wenn’s gut passt. Sie fallen nicht mehr tageweise aus, weil sie auf Weiterbildung sind.

Wie Sie sicherstellen, dass das VR-Training bei den Angestellten gut ankommt

Aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hingegen wichtig, dass die Einführung des Metaverse-Trainings nicht top down geschieht. Der Umstieg auf digitale Methoden ist gerade für ältere Kollegen eine Hürde. Andere haben schlicht keine Lust, sich mit etwas Neuem auseinanderzusetzen.

HR sollte sich deshalb als Lernbegleitung verstehen, die die neue Technologie von Anfang an in Zusammenarbeit mit den Angestellten einführt. Das beginnt schon damit, dass Sie Ihren Leuten kommunizieren,

  • warum Sie diese Technologie ausgewählt haben und
  • welchen Nutzen sie im Vergleich zum herkömmlichen Training hat.

Bleiben Sie auch bei der Entscheidung für die Technologie im Kontakt mit Ihrem Team. Was wünschen sich Ihre Leute von der neuen, digitalen Weiterbildung? Wo sehen sie Schwierigkeiten?

Steht das Training im Metaverse in den Startlöchern, sollten Sie unbedingt einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen. So ist garantiert, dass die neue Technologie nicht schon in den ersten Tagen scheitert, weil die Hälfte Ihrer Leute sich darin nicht zurechtfindet.

Unser Tipp: Sie müssen sich nicht allein darum kümmern, dass die Einführung gelingt. Ein guter Anbieter wird Ihnen den Großteil der Arbeit abnehmen. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema – und empfehlen Ihnen darüber hinaus unseren Leitfaden zur Einführung neuer Weiterbildungstechnologien, den Sie sich hier direkt anfordern können.

Ist Virtual Reality Training etwas für Sie oder Ihr Unternehmen? Gerne beraten wir dabei, wie VR EasySpeech nach den eigenen Bedürfnissen eingesetzt werden kann – kostenlos und unverbindlich.

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