Virtual-Reality-Training © Mangostar/AdobeStock.com
18. Mai 2022
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Caro Otto

Virtual-Reality-Training für Mitarbeiter: Leidenschaft zum Lernen dank KI

„Arbeitnehmer wollen mehr lernen“, sagen diverse Studien. HR-Mitarbeiter klagen jedoch über leere Anmeldelisten und Schwierigkeiten, die von der Führungsebene gesetzten Weiterbildungsziele zu erreichen. Tatsächlich ist nicht jeder Arbeitnehmer euphorisch zur Stelle, wenn die nächste Weiterbildung ausgeschrieben wird. Woran das liegt und warum gerade KI-gestütztes Virtual-Reality-Training einen Ausweg aus der Lernlethargie bietet, erläutert dieser Beitrag.

Der Grund für leere Anmeldelisten – warum wollen sich meine Mitarbeiter nicht weiterbilden?

Wer in seiner Karriere schon besonders weit gekommen ist oder sich seines festen Platzes im Unternehmen sicher ist, lehnt Weiterbildungen eher mal ab. Warum soll man jetzt noch etwas Neues lernen? Auch befristet Beschäftigte verzichten auf Schulungen und Trainings – aus Angst, durch die „Fehlzeit“ den Job zu verlieren. Und diejenigen, die auch sonst nur mit Überstunden die ToDo-Liste bewältigen, haben schlicht keine Zeit für Zusatzangebote.
 
Demgegenüber stehen jüngere Mitarbeiter, die noch viel vor sich haben. Die wissen, dass ständiges Dazulernen essenziell ist und dass ihnen für eine erfolgreiche Karriere noch eine Menge Know-how fehlt. Wenn auch diese nicht auf den Anmeldelisten erscheinen, ist der Grund schnell erklärt: Der Wille ist da – doch das entsprechende Schulungsangebot fehlt.
 
Lernen sollte zwar immer aus einer inneren Motivation heraus erfolgen. Für Arbeitgeber ist es jedoch nicht einfach damit getan, ein paar Weiterbildungen über das Jahr zu streuen. Unternehmen sind in der Verantwortung, die für das Lernen so wichtige intrinsische Motivation herbeizuführen, zu fördern und zu unterstützen. Zum Beispiel durch Maßnahmen, die sich wirklich lohnen – für beide Seiten. Virtual-Reality-Training ist eine innovative Methode, die genau das erreicht.

Die Vorteile von VR-Training im Überblick

  1. VR erhöht den Lerneffekt, da Teilnehmer viermal schneller und viermal fokussierter als Teilnehmer in klassischen Schulungen oder im E-Learning lernen.
  2. In Virtual-Reality-Training entfällt die Angst, sich durch Fehler oder Unwissen zu blamieren. Wer keine Angst vor Fehlern hat, lernt besser.
  3. VR-Schulungen können jederzeit und an jedem Ort durchgeführt werden. Mitarbeiter können sich das Training so einteilen, dass es zu ihrem Arbeitsalltag und ihrem Workload passt.
  4. Der Lernerfolg ist messbar und nachvollziehbar. Zudem kann jeder in seinem eigenen Tempo lernen, wird nicht durch langsamer Lernende blockiert oder hängt hinterher.
  5. VR stärkt das Image als modernes Unternehmen, das um seine Mitarbeiter bemüht ist.
  6. Zudem kann sich der ROI sehen lassen. Befragte einer Studie der RFH Köln gehen von zukünftigen Kostenersparnissen von bis zu 20% aus, da durch das flexible Training lange Arbeitsausfälle und Reisekosten reduziert werden. Ab 3000 Lernenden ist VR-Training laut einer PwC-Studie 52% kosteneffektiver als klassische Schulungen.

So läuft Virtual-Reality-Training ab

Festzuhalten ist, dass VR-Training keinem pauschalen Bauplan folgt. Idealerweise wird diese Form der digitalen Weiterbildung nämlich individuell an die Anforderungen des Unternehmens bzw. der Mitarbeiter angepasst. Nur so lassen sich nachhaltiger Lernerfolg und Leidenschaft fürs Lernen erzielen.
 
Virtual-Reality-Training kann alltägliche Situationen wie den Meetingraum ebenso nachbauen wie ungewohnte Szenarien – zum Beispiel die Rednerbühne auf einer großen Messe. Das macht VR-Training ausgesprochen immersiv, praxisnah – und flexibel.
 
VR-Weiterbildungen können zudem klassische Mitarbeiterschulungen begleiten oder als eigenständige Lerneinheit eingesetzt werden. VR EasySpeech kann beispielsweise in bestehenden Weiterbildungsprogrammen eingebunden werden. Als Ergänzung im Rhetoriktraining für Praxisübungen oder im Vorfeld, damit die Teilnehmenden erste Sicherheit gewinnen und auf einem ähnlichen Stand sind. Darüber hinaus lässt sich die Anwendung eigenständig als Präsentations- und Rhetoriktraining nutzen. Mitarbeitende können die Brille mit nach Hause nehmen oder im Büro jederzeit trainieren, wenn es in ihren Plan passt.
 
In jedem Fall beginnt das Virtual-Reality-Training mit einer genauen Einführung in die Hard- und Software. VR-Technik ist schließlich noch immer kein Alltagsgegenstand, dessen Handhabung genauso gewohnt ist wie das Öffnen des Mailprogramms.

Das muss ich bei der Organisation von Virtual-Reality-Trainings bedenken?

Um das volle Potenzial dieser flexiblen Lernmethode auszuschöpfen, sollten sich Verantwortliche bei der Organisation diese Fragen stellen:

  • Was soll geschult werden?
  • Wie viele Mitarbeiter müssen geschult werden und wie oft?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung bzw. wie viel Zeit wird zur Vermittlung der Themen voraussichtlich benötigt?
  • Gibt es schon passende Software am Markt, oder muss diese neu programmiert werden?
  • Welches Budget steht zur Verfügung?
  • Soll das Training begleitend oder eigenständig ablaufen?
  • Wer steht als Ansprechpartner zur Verfügung?
  • Wie gewährleistet der Anbieter die Datensicherheit?

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Virtual-Reality-Training ist sehr effektiv. Schon in kurzer Zeit können messbare Erfolge erzielt werden. Dennoch gilt auch hier: Übung macht den Meister. Je nach Thema der Schulung sollten Lernfortschritte immer wieder gefestigt und praxisnah trainiert werden. Besonders für das Training von Soft Skills wie Rhetorik bietet es sich an, über mehrere Wochen hinweg regelmäßige, kurze Trainingsintervalle in den Alltag zu integrieren. So bleibt das Wissen im Kopf.

Welche Ausstattung benötige ich?

Für das eigentliche Virtual-Reality-Training ist in der Regel nur WLAN und ausreichend Platz nötig. Viele Software-Anbieter liefern auf Wunsch die Brille dazu. Dann gilt es nur noch, ein Ziel zu formulieren, das mit dem Training erreicht werden soll. So wissen alle Teilnehmer, wo es hingeht und ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Mehr Erfolg durch objektive Bewertung: KI-gestütztes VR-Training

Mithilfe von künstlicher Intelligenz kann der Lernerfolg des Virtual-Reality-Trainings noch gesteigert werden. Bleiben wir dazu beim Beispiel der Rhetorik-Schulung. Das Sprechen vor Anderen zählt zu den häufigsten Ängsten, die Menschen im Berufsalltag haben. Die Sorge sich zu blamieren, ist groß und führt zu Hemmungen. Oft sind es die gleichen Teilnehmenden, die sich freiwillig für Praxisübungen melden. Der Rest schaut lieber zu oder fühlt sich sichtlich unwohl bei der Durchführung.
 

Dies ändert sich mit KI-gestütztem VR-Training. Dort kommt jeder an die Reihe und auch wenn man vor Publikum steht, trainiert man in einem geschützten Raum. Es sind eben keine „echten“ Personen, sondern virtuelle Zuschauer, denen man sich stellt. Die Gefahr sein Gesicht zu verlieren, ist somit nicht gegeben.

Die künstliche Intelligenz gibt ganz objektiv individuelles Feedback zu Blickkontakt, Redegeschwindigkeit, Füllwort-Gebrauch, Lautstärke und anderen relevanten Faktoren. So muss der Lernende beim Training keine Angst vor Fehlern haben, da es dafür keine unangenehmen Blicke gibt. Dennoch erhält er die nötige Kritik, um seine Fähigkeiten auszubauen.

Klar ist also: Für nachhaltigen Wissenserwerb und praxisnahe Schulungen, die im Kopf bleiben, ist Virtual-Reality-Training eine erfolgsversprechende Methode. Es liegt an den Unternehmen, sie einzusetzen – und so von den Chancen zu profitieren.

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