Digitale Lernmethoden haben sich dank ihrer vielen Vorteile in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt: von klassischem E-Learning über Videotrainings bis hin zu Virtual Reality. Nun bewährt sich Augmented Reality in Unternehmen. Welchen Mehrwert Unternehmen aus der spannenden Technologie ziehen, um ihre Trainings zu verbessern, verraten wir Ihnen heute!
AR und VR, alles das Gleiche? Mitnichten! Augmented Reality (AR) unterscheidet sich noch einmal deutlich von dem, was Virtual Reality (VR) kann. Während VR-Nutzende komplett in eine künstliche Umgebung versetzt werden, bleibt bei AR die reale Welt sichtbar und wird lediglich clever um digitale Inhalte ergänzt. Und genau das macht die Technologie für Weiterbildung so spannend: Ein Training kann dort stattfinden, wo Mitarbeitende ohnehin arbeiten – im eigenen Büro, im Besprechungsraum oder direkt am Schreibtisch.
Was bedeutet Augmented Reality in Unternehmen?
Augmented Reality blendet virtuelle Elemente in die reale Umgebung ein, statt sie zu ersetzen. Statt einer Trainingsbrille, die den Blick auf eine komplett virtuelle Welt freigibt, sehen Nutzende weiterhin ihr Büro, ihren Schreibtisch oder den Besprechungsraum – nur eben ergänzt um digitale Inhalte wie:
- Avatare
- Informationen und Hinweise
- Animationen
- virtuelle Objekte
- interaktive Lerninhalte
Wer gern gamet, kann sich das Ganze ein wenig wie ein Videospiel vorstellen: Auch hier werden im Tutorial spielweltfremde Hinweise ergänzt, die bei der Orientierung helfen sollen.
Mixed Reality geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt virtuelle Objekte mit der realen Umgebung interagieren. Für den betrieblichen Alltag ist diese Feinunterscheidung aber meist zweitrangig. Entscheidend ist, dass die reale Umgebung erhalten bleibt.
Kurz gesagt: Augmented Reality ersetzt die reale Umgebung nicht – sie erweitert sie sinnvoll.
Warum Augmented Reality für Unternehmen gerade jetzt interessant wird
Die Personalentwicklung sucht seit Jahren nach Formaten, die flexibel, skalierbar und trotzdem nah an der Praxis sind. Genau hier setzt AR an: Die Technologie verbindet digitale Trainingsinhalte mit der vertrauten Arbeitsumgebung der Mitarbeitenden – ohne dass sich jemand komplett von seiner Umgebung abschotten muss.
Die Vorteile im Überblick:
- hoher Praxisbezug
- flexible Trainingsmöglichkeiten ohne festen Raum
- ortsunabhängige Nutzung
- beliebige Wiederholbarkeit von Trainingssituationen
- individuelles Lerntempo
- Kombination aus realer und digitaler Lernumgebung
Damit senkt AR die Einstiegshürde gegenüber vollständig virtuellen Trainingsumgebungen deutlich – ein Grund, warum immer mehr Unternehmen das Format als Ergänzung zu bestehenden Weiterbildungsformaten prüfen und nutzen.
Augmented Reality in der Weiterbildung: mehr als nur ein Gimmick
Weiterbildung muss nicht zwingend im klassischen Seminarraum stattfinden. Mit AR wird Training Teil der eigenen, individuellen Umgebung – Mitarbeitende üben Situationen, die ihnen später im Berufsalltag ganz ähnlich begegnen. Besonders gut eignet sich das Format für Trainingsformen, bei denen Interaktion, Kommunikation oder situatives Verhalten im Mittelpunkt stehen.
- Typische Einsatzbereiche
- Führungskräftetraining
- Präsentationstraining
- Rhetorik- und allgemein Soft-Skill-Training
- Vertriebstraining
- Produktwissen
- Onboarding
- Vorbereitung auf Gesprächs- oder Prüfungssituationen
Was Soft-Skill-Training von Augmented Reality profitiert
Manchen Menschen ist ein rhetorisches Talent in die Wiege gelegt. Die allermeisten von uns müssen solche wichtigen Soft Skills aber erst mit der Zeit erlernen und durch Training immer weiter perfektionieren.
AR kann zu diesem Zweck beispielsweise Verhandlungs- und Prüfungssituationen simulieren, ohne dass die reale Umgebung komplett ausgeblendet wird. AR-Trainierende können sich so ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren und müssen sich dabei weniger vor Fehlern sorgen, da ihre Fortschritte nicht von einem kritischen Live-Gegenüber bewertet werden, sondern neutral von der KI-gestützten Software.
Auch Wiederholungen des Trainings sind jederzeit unkompliziert möglich: ohne erneute Kosten und ohne Tadel darüber, dass man doch eigentlich schon viel weiter sein müsste. So kann jede und jeder den perfekten Trainingsplan finden.
Vorteile auf einen Blick
- realitätsnahes, sehr immersives Training
- geschützter Übungsraum ohne kritische Blicke
- beliebige Wiederholbarkeit
- hohe zeitliche und örtliche Flexibilität
- geringe organisatorische Hürden
- individuell anpassbare Trainingsszenarien
- besserer Transfer in den Arbeitsalltag
Augmented Reality mit EasyAnswer: Der Avatar zieht ins eigene Büro
Bisher ermöglicht EasyAnswer Training mit virtuellen Avataren innerhalb einer vollständig virtuellen Trainingsumgebung. Mit dem neuen Feature wird dieses Prinzip erweitert: Trainierende können die virtuelle Umgebung künftig verlassen und ihre tatsächliche Umgebung weiterhin sehen. Der Avatar wird direkt in den realen Raum eingeblendet – etwa ins eigene Büro, einen Seminarraum oder Besprechungsraum.
Wichtig dabei: Der grundlegende Trainingsansatz bleibt gleich. EasyAnswer simuliert kein freies Gespräch, sondern arbeitet weiterhin mit vorher definierten Fragen und Aufgabenstellungen, die mithilfe des Avatars trainiert werden. Neu ist ausschließlich die Umgebung, in der das Training stattfindet.
So könnte das im Arbeitsalltag aussehen
- Führungskräftetraining: Ein Avatar stellt typische Fragen aus Mitarbeitergesprächen, die Führungskraft übt Antworten direkt im eigenen Büro.
- Vertriebstraining: Ein virtueller Kunde bringt Einwände oder Fragen ein, Vertriebsmitarbeitende üben passende Reaktionen.
- Produktwissen: Der Avatar fragt Informationen zu Produkten oder internen Prozessen ab.
- Onboarding: Neue Mitarbeitende trainieren typische Situationen aus ihrem neuen Arbeitsumfeld.
- Präsentations- und Kommunikationstraining: Trainierende reagieren auf konkrete Aufgabenstellungen – mit der eigenen Arbeitsumgebung als zusätzlichem Bezugspunkt.
Warum die reale Umgebung beim Lernen einen Unterschied macht
Lernen findet oft getrennt vom späteren Anwendungskontext statt: Ein Seminarraum sieht anders aus als der tatsächliche Arbeitsplatz. Augmented Reality reduziert diese Trennung, weil Training genau dort stattfinden kann, wo die trainierten Kompetenzen später gebraucht werden. Der eigene Arbeitsplatz wird zum Trainingsraum – und Lerninhalte lassen sich dadurch stärker mit konkreten Situationen verknüpfen.
Ergänzung statt Ersatz
Augmented Reality sollte nicht als Ersatz für sämtliche Weiterbildungsformen verstanden werden. Präsenztraining, E-Learning, Coaching und Virtual Reality behalten ihre jeweiligen Stärken – AR erweitert lediglich den Werkzeugkasten der Personalentwicklung. Für manche Trainingssituationen bleibt eine vollständig virtuelle Umgebung sinnvoll, für andere bietet die reale Umgebung klare Vorteile. Genau diese Kombination unterschiedlicher Lernmethoden macht immersives Lernen in Zukunft so vielseitig – entscheidend bleibt dabei nicht die Technik selbst, sondern der konkrete Lernnutzen.
Fazit
Augmented Reality in Unternehmen verbindet digitale Trainingsinhalte mit der realen Arbeitsumgebung, statt sie zu ersetzen. Anders als bei klassischer Virtual Reality bleibt die tatsächliche Umgebung durchgehend sichtbar, während virtuelle Elemente wie Avatare direkt in den eigenen Arbeitsraum integriert werden. Besonders in den Bereichen Kommunikation, Soft Skills, Produktwissen und Onboarding ergeben sich dadurch interessante neue Einsatzmöglichkeiten. Mit dem neuen Augmented-Reality-Feature von EasyAnswer können Trainierende künftig mit einem virtuellen Avatar in ihrer eigenen, realen Umgebung üben – der Arbeitsplatz selbst wird damit zum Trainingsraum.
